© Passkontrolle! | Bildbearbeitung Katja Clos

Passkontrolle! - Leben ohne Papiere in Geschichte und Gegenwart. Ein kollaboratives Forschungs- und Ausstellungsprojekt

Projektlaufzeit: 01.04.2017 bis 31.12.2019
Projektleitung:
Projektpartner:

Opens external link in new windowJüdisches Museum Berlin
Opens external link in new windowVerband für interkulturelle Arbeit - VIA-Regionalverband Berlin/Brandenburg e.V. / Opens external link in new window RomaniPhen Archiv
Opens external link in new windowFHXB-Museum

Fachliche Unterstützung:
IniRromnja
Jugendliche ohne Grenzen
International Women Space

Projektwebsite:www.verwobenegeschichten.de/themen/ausstellung-schule-zieht-grenzen-wir-ziehen-nicht-mit
Dokumente:
ifaf_passkontrolle_expose.pdf1.0 M
ifaf_passkontrolle_poster.pdf3.3 M

Kurzbeschreibung:

Ausgangspunkt des Forschungsprojekts ist die Frage nach der Bedeutung von Identifikationspapieren im Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung und Anpassung verschiedener Rassismen an jeweilige gesellschaftliche Verhältnisse. Dabei arbeiten wir eng mit Jugendliche ohne Grenzen, Jüdisches Museum Berlin, RomaniPhen Archiv, IniRromnja und International Women Space zusammen. Gemeinsam mit den Partner_innen werden zum einen Ein- und Ausschlussmechanismen, die mit der Erteilung, dem Entzug und der Verweigerung von Papieren in verschiedenen historischen Epochen einhergingen und aktuell einhergehen, herausgearbeitet. Zum anderen recherchieren wir Formen des Widerstands, die es im Laufe der Geschichte immer gegeben hat, um ohne Papiere oder mit prekärem Status zu (über)leben.

Vor diesem Hintergrund nehmen wir exemplarisch Schule bzw. Ausbildung als zentrales Moment in den Blick. Wir untersuchen die Wechselwirkung von Papieren und Schule und fragen danach, welche Rolle Identifikationspapiere für die Schullaufbahn haben und wie diese für das Erlangen, die Verfestigung oder den Verlust von Aufenthaltsstatus und Bürger_innenrechten Bedeutung erfahren.

Die Ergebnisse der Recherchen werden in einer Sonderausstellung präsentiert, die im FHXB-Friedrichshain-Kreuzberg Museum gezeigt wird. Nach Abschluss des Projekts geht sie in den Besitz des RomaniPhen Archivs über.

Ziele

  • Kontinuitäten und Transformationen der Bedeutung von Papieren für das Leben rassifizierter Minderheiten in Deutschland recherchieren 
  • Den Zusammenhang zwischen schulischer Bildung und nationalen Zugehörigkeitsordnungen herausarbeiten und öffentlich zugänglich machen 
  • Hegemoniale Narrative zu Nation und Zugehörigkeit, Flucht und Migration aus der Perspektive rassifizierter Minderheiten in Frage stellen 
  • Narrativen rassifizierter Minderheiten Raum geben 
  • Restriktionen, Brüche, Widersprüche und widerständige Praktiken zum Ausdruck bringen 
  • Praktiken des Sammelns, Kategorisierens und Ausstellens aus der Perspektive rassismuskritischen Kuratierens zur Diskussion stellen

Methode
Die Daten werden partizipatorisch erhoben und ausgewertet, die Ergebnisse kollaborativ und prozessorientiert aufgearbeitet.

Veranstaltungen und Präsentationen:

Abschlussveranstaltung verpasst? Schauen Sie sich die Rede und Diskussion mit Bonita Bennett über das Museum als Ort gesellschaftlichen Wandels (auf Englisch) im Video an.

Das umfangreiche Begleitprogramm mit Workshops, einer Performance- und Theateraufführung und einer Buchvorstellung ergänzt die Ausstellung. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei und finden im FHXB-Museum statt (Adalbertstraße 95A, 10999 Berlin-Kreuzberg, 2 Etage).

Programm: Bühne des Widerstands
Kuration und Anmeldung für die Workshops: E-Mail sendenMelanie Joschla Weiss

  • 31. Januar 2019, 19 Uhr: Vernissage mit Tanztheaterperformance von Joschla Melanie Weiss und Rea Andrea Kurmann
  • 8. Februar 2019, 19 Uhr: Buchvorstellung des Autor*innenkollektivs Jugendliche ohne Grenzen: Zwischen Barrieren, Träumen und Selbstorganisation - Erfahrungen junger Geflüchteter
  • 14. Februar 2019, 13-16 Uhr: Theaterpädagogischer Workshop zu den Themenschwerpunkten »Mädchenbildung in Missionsschulen« und »Schwarze Schüler*innen im Kaiserreich & im Nationalsozialismus«
  • 15. Februar 2019, 13-16 Uhr:  Workshop von Jugendliche ohne Grenzen: »Widerstand gegen Abschiebung im Kontext von Schule«
  • 21. Februar 2019, 13-16 Uhr: Theaterpädagogischer Workshop zum Themenschwerpunkt »Widerstand aus Communities in Vergangenheit und Gegenwart«
  • 22. Februar 2019, 13-16 Uhr: Workshop für Jugendliche: Das Soweto-Uprising: Auseinandersetzung mit Widerstandsgeschichten und -formen aus transnationaler Perspektive.
  • 1. März 2019, 14-16 Uhr: Forumtheaterworkshop zur Sensibilisierung gegen Diskriminierung von Rom*nja der Jugendtheatergruppe So keres? konzipiert von Magdalena Lovrić & Mirella Galbiatti
  • 10. März 2019, 19 Uhr: Theateraufführung von Jugendlichen der Otto-von-Guericke-Oberschule Berlin. Gemeinsam entwickelt mit dem Theater X Berlin.

Publikationen:

Opens external link in new windowOhne Papiere (über)leben (alice online. Magazin der ASH Berlin, 14.12.2017)
Opens external link in new windowInterview mit Transfer für Bildung: „Politische Bildung sollte auch als Aktivismus und Wissenschaft auch als Wissensgenerierung durch Communities verstanden werden.“ Fünf Fragen an Iman Attia

 

 

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