WAS-PAST

WArenströme in Städten - PAket und STückgut

Kurzbeschreibung

Das Bevölkerungswachstum in Deutschland fokussiert sich auf Ballungsräume, führt zur Verdichtung und belastet damit die städtischen Infrastrukturen. Warenströme in die und in den Städten nutzen immer noch fast ausschließlich die stark belasteten Straßen. Dadurch gewinnt die Relevanz des Themas “Warenströme in Städten” weiter an Bedeutung.

Wie wichtig die Versorgung mit Waren ist, hat die durch die Pandemie entstandene Sondersituation im Jahr 2020 gezeigt. Zwar konnte ein grundsätzlicher Versorgungsengpass vermieden werden, aber punktuell kam es zu Versorgungslücken bei der Belieferung. Die Pandemie-Situation verstärkte ebenfalls den Trend zum E-Commerce und damit zur Paketbelieferung an die Privatadresse, was wiederum die städtische Infrastruktur zusätzlich belastet.

Diese Entwicklung führt dazu, dass landespolitische und kommunale Strukturen über Lösungen diskutieren, die von Einfahrbeschränkungen in belastete Stadtbezirke bis zu einem vollständigen Verbot des benzin- und dieselgetriebenen Verkehrs in den Innenstädten reichen (z. B. “Verkehrswende” im neuen Berliner Mobilitätsgesetz). Handel (E-Commerce und stationär) und Logistikdienstleiter (Spediteure und Paketzusteller) müssen dieser Entwicklung frühzeitig mit Innovationen begegnen, um ihr Geschäft durch ein effizientes und dabei stadt- und umweltverträgliches operatives Handeln abzusichern.

Im Projekt sollen daher innovative und nachhaltige Konzepte für die Warenströme hinein in die Städte und innerhalb der Städte entwickelt und gemeinsam mit den Praxispartnern unter Realbedingungen erprobt werden. Der Fokus liegt auf Lieferungen aus den die Städte umgebenden Lager- und Umschlagpunkten bis zum Point-of-Sale (B2B) oder dem Endkunden (B2C): der sogenannten vorletzten und letzten Meile. Die Konzepte sollen sich durch hohe Stadt-, Verkehrs- und Umweltverträglichkeit auszeichnen und dabei wirtschaftlich realisierbar sein. Mit Unterstützung durch Praxispartner wird die Grundlage für die Implementierung nachhaltiger, intermodaler Liefermodelle geschaffen. Städte und deren Bevölkerung profitieren durch einen umweltfreundlichen Wirtschaftsverkehr. Zusätzlich soll das Projekt dazu beitragen, die Versorgung in Großstädten auch in Krisenzeiten sicherzustellen.

In einem 6-monatigen Pilotversuch wird die Machbarkeit der Konzepte überprüft, die positiven Effekte auf Umwelt und städtische Infrastruktur untersucht und die erforderlichen Bedingungen für einen wirtschaftlichen Betrieb ermittelt.

Projektinfos

Projektlaufzeit

01.04.2021 bis 31.03.2023

Förderlinie