SiReSS - Sicherheitsrelevante Rekonfigurierende Systems of Systems

Projektlaufzeit: 01.04.2019 bis 31.03.2021
Projektleitung:
Projektpartner:Opens external link in new windowInSystems Automation GmbH
Opens external link in new windowAssystem Deutschland GmbH
Opens external link in new windowSamoconsult GmbH
Opens external link in new windowBerlin Partner für Wirtschaft und Technologie GmbH

Kurzbeschreibung:

Kooperierende Roboter, dezentrale Zugsicherungssysteme und frei konfigurierbare Produktionsanlagen sind Beispiele für eine neue Generation von zusammen-gesetzten technischen Systemen. Statt  traditionell in starren Hierarchien organisiert zu sein, bestehen diese Systemverbände („Systems of Systems“) aus vielen miteinander auf gleicher Ebene vernetzten Systemen, die kooperieren und ihre Beziehungen zueinander rekonfigurieren, um auf veränderte Anforderungen, Systemzustände und Umweltbedingungen zu reagieren.
Immer mehr dieser Systemverbände vereinen zwei Eigenschaften: Sie sind offen, d.h. sie akzeptieren neue, bisher unbekannte Systeme als Bestandteil der System-verbände, und sie sind sicherheitsrelevant, d.h. Fehlfunktionen als Resultat von Rekonfigurationen würden potentiell Menschenleben und Werte gefährden. Vernetzte autonom agierende Fahrzeuge, die sich temporär zu Fahrzeugverbänden („platoons“) zusammenschließen, sind ein bekanntes Beispiel für solche offenen sicherheitsrelevanten Systemverbände.
Während für traditionelle, zur Entwurfszeit vollständig bekannte zusammengesetzte Systeme sichere Rekonfigurationsverfahren existieren, gibt es solche Verfahren für offene und sicherheitsrelevante Systemverbände heute noch nicht. Im Projekt SiReSS wird ein Verfahren entwickelt und demonstriert, mit dessen Hilfe autonome Systeme in Systemverbänden dynamisch (also zur Laufzeit)

  • unter Nutzung sicherheitsrelevanter Informationen neue adäquate Konfigurationen ermitteln, und
  • die Sicherheit der neuen Konfigurationen nachweisen,so dass auch neue, bisher unbekannte Systeme in sicherheitsrelevante Systemverbände eingegliedert werden können.

Gemeinsam mit Praxispartnern aus der Region werden Anwendungsfälle in zwei typischen Einsatzfeldern definiert: „Kooperierende Roboter“ und „Vernetzte Fahrzeuge“, und die Wirksamkeit des neuen Verfahrens in einer Experimentierfeld-Simulation und in einer prototypischen Umsetzung nachgewiesen.
Die Praxispartner im Projekt werden das Verfahren für neue Produkte und Services in den Bereichen „Kooperierende Roboter“ und „Vernetzte Fahrzeuge“ einsetzen. Mit Unterstützung etablierter Industrie- und Wissenschaftsnetzwerke werden darüber hinaus weitere potentielle Nutzer  angesprochen und die Verwertung sowie Folge-aktivitäten vorbereitet.

 

 

IMPRESSUM  |  DATENSCHUTZ