RoSen - Humanoide Robotik in Senioren-Wohnanlagen

Projektlaufzeit: 01.04.2020 bis 31.03.2022
Projektleitung:
Projektpartner:Opens external link in new windowBerliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG

Kurzbeschreibung:

Humanoide Roboter werden in den kommenden Jahren zunehmend in den häuslichen Bereich einziehen und damit unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Als eines der großen Anwendungsfelder wird die Verbesserung des Lebens im Alter gesehen. So hat die Berliner Bau- und Wohnungsgenossenschaft von 1892 eG Interesse daran, humanoide Roboter in ihren Liegenschaften einzusetzen. Gleichzeitig befinden sich im Studiengang „Humanoide Robotik“ der Beuth Hochschule für Technik zum Wintersemester 2019 rund 100 hochmotivierte Studierende, von denen sich etliche dafür interessieren, gesellschaftlich gewünschte Anwendungen der humanoiden Robotik zu entwickeln.

Das avisierte Projekt zielt darauf ab, zunächst in Gesprächen zwischen einer Gruppe von Studierenden, BewohnerInnen von betreuten Senioren-Wohnanlagen sowie deren BetreuerInnen und technologischen ExpertInnen, Wünsche und Bedürfnisse moderiert diskutieren zu lassen, zu protokollieren und auf technische Umsetzbarkeit zu überprüfen (Konzeptphase). Daraufhin sollen Anwendungsszenarien beschrieben und priorisiert werden, mit dem Ziel eine Win-Win-Situation herzustellen (technologisch in angemessener Zeit machbar, Hardware vorhanden bzw. ergänzbar, wünschenswerte Anwendung seitens der Senioren).

Im nächsten Schritt (Praxisphase) erstellen ProjektmitarbeiterInnen des technischen Partners unter Einbeziehung der Studierenden (soweit möglich) die vereinbarte Anwendung (programmierter Roboter) und bringen sie über definierte Zeiträume in Interaktion mit den Senioren. Die Interaktion wird beobachtet, danach werden Senioren, Studierende und TechnologInnen befragt, ob der vorausgesagte Nutzen sowie der Aufwand wie vorhergesehen waren (oder wenn nicht, warum nicht). Je nach möglichem Zeithorizont wird eine neue Anwendung ausprobiert oder die vorhandene ausgebaut und verfeinert.

Es geht nicht in erster Linie darum „irgendeine marktfähige Anwendung“ zu schaffen, sondern das Projektziel ist es, wissenschaftlich systematisch und sorgfältig die Bedürfnisse und Erwartungen der potenziellen AnwenderInnen und jungen NachwuchstechnologInnen zu eruieren. Das Projekt hat somit eine wesentliche gesellschaftliche Dimension, wenngleich die technischen Aufwände erheblich sind (humanoide Robotik ist keine reine Softwareentwicklung und lässt sich auch nicht nur mit „Rapid Prototyping“ realisieren). Es steht grundsätzlich die Roboterplattform „Myon“ für das Projektvorhaben zur Verfügung.

 

 

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