GeM

Geliermittel aus Mikroalgen als Alternative zu Mikroplastik

Kurzbeschreibung

Geliermittel – zum Beispiel in Kosmetik – enthalten oft Mikroplastik, welches eine Gefahr für Umwelt und Gesundheit darstellt. Mögliche Alternativen für Geliermittel sind extrazelluläre polymere Substanzen (EPS) aus Permafrost-Mikroorganismen. Projektziel war Permafrost-Mikroalgen in Bezug auf die EPS-Produktion und für weitere biotechnologisch relevante Anwendungen zu untersuchen.

I. Transkriptom-Annotation von Schneealgen: Auf der Suche nach biotechnologisch relevanten Proteinen wurde das Transkriptom einer Schneealge analysiert und über 700 potenzielle Transkripte konnten annotiert werden. Aus dieser Liste wurden viele putative Proteine identifiziert, die am Kohlenhydratstoffwechsel beteiligt sind und für das Verständnis der EPS-Produktion wichtig sind.

II. Analyse von Schneealgenproben aus der Antarktis: Während des Forschungsaufenthalts in Japan wurde DNA für metagenomische Analysen aus antarktischen Algenschneeproben extrahiert. Es wurden mehrere Bakterienstämme isoliert, von denen einige potenziell neue Arten sind. Diese Stämme produzieren, als Anpassungsstrategie an niedrige Temperaturen und UV-Bestrahlung, große Mengen an EPS und Pigmenten.

Ausblick: Fortsetzung kooperativer Forschungsarbeiten und Entwicklung gemeinsamer Förderanträge mit neuen Forschungspartner*innen. Fortsetzung Schneealgenforschung: Charakterisierung der identifizierten Kandidatenproteine. Analyse des Metagenoms des Antarktisschnees. Charakterisierung neuer mikrobieller Stämme aus der Antarktis.

Projektinfos

Projektlaufzeit

01.04.2023 bis 30.09.2023

Förderlinie

Kompetenz­zentren