Erinnerungsorte

Vergessene und verwobene Geschichten

Kurzbeschreibung

»Erinnerungsorte. Vergessene und verwobene Geschichten« ist ein Praxisforschungsprojekt, das historisch-politische Bildung und globales Lernen an konkreten Berliner Orten erfahrbar macht. Im Laufe des Projekts werden Orte und Geschichte(n) recherchiert, die dazu geeignet sind, hegemoniale Geschichtsnarrative zu irritieren und Erinnerungen als im doppelten Sinne geteilte (shared and divided) im Stadtraum zu verorten. Erzählt werden Geschichte*n, die von Bewegung und Globalität handeln – und doch keine »Migrationsgeschichte«. Geschichte*n, die verdrängt oder zum Schweigen gebracht werden – und doch keine »Opfergeschichte«. Geschichte*n, die konkrete Lebenswege beleuchten – und doch keine Geschichte von »Einzelschicksalen«. Im Fokus stehen Orte, die geteilte Erinnerungen sichtbar machen, alltägliche Kämpfe ums Überleben ins Gedächtnis rufen und politischen Widerstand würdigen; Menschen, deren Wissen und Erfahrung, Perspektiven und Beiträge die Stadt prägen und verändern, sowie Touren, die verschiedene Zeiten, Räume und Lebenswelten durch thematische Reiserouten miteinander verbinden.

Projektinfos

Projektlaufzeit

01.10.2014 bis 30.09.2016

Förderlinie

Projektmitarbeit

Olga Gerstenberger (Koordination)

Diane Izabiliza

Ozan Keskinkılıç (ASH Berlin)

Oliver Langkowski (HTW Berlin)

Ziele

  • Erweiterung hegemonialer Geschichtsnarrative
  • Irritation geschlossener und homogener Geschichtsnarrative
  • Vergessene Geschichten in ihrer Verwobenheit mit Berliner Stadtgeschichte und als Teil von deutscher Geschichte erfahrbar machen
  • Kodierung von Erinnerungsorten, die für marginalisierte Perspektiven relevant sind
  • Niedrigschwellige und barrierearme Aufbereitung der Ergebnisse

Ergebnisse

Die Ergebnisse der Recherchen werden auf der Webseite www.verwobenegeschichten.de in der Bildungsarbeit tätigen Organisationen sowie der interessierten Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt. Aufbauend darauf wird ein Spiel entwickelt, in dem das Berlin der 1920er Jahre an verschiedenen Orten durch die Perspektive dreier fiktiver Figuren erkundet werden kann.

„Die Mauer ist uns auf den Kopf gefallen“, Film von Diane Izabiliza
Sobald Sie sich das Video ansehen, werden Informationen darüber an die Videoplattform übermittelt.

Publikationen

Mitschnitt der Abschlusstagung:
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