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Nachrüstung bestehender Druckwasserwäschen auf Biogasanlagen

Kurzbeschreibung

Perspektivisch ist die Erzeugung von Biomethan aus Biomasse der Erzeugung von Strom und Wärme überlegen. Strom kann mittlerweile sehr viel günstiger aus anderen erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden, zum Beispiel mittels Windkraft und Photovoltaik.

Die dezentrale Umwandlung von Biomasse in Wärme ist nur in Ausnahmefällen nachhaltig und umweltfreundlich. Die Biogaserzeugung muss sich daher der Frage stellen, ob eine Nutzung der Anbaufläche für Biomasse durch Windkraft- oder Solaranlagen nicht nachhaltiger und wirtschaftlicher wäre. Denn bezogen auf die erzeugte Energiemenge stammt weniger als 25 Prozent der eingesetzten Biomasse aus Reststoffen; der überwiegende Anteil wird gezielt angebaut.

Im Falle der Biomethanerzeugung lässt sich diese Frage klar beantworten. Hier ist die Biomassenutzung jeder bisher bekannten elektrischen Route überlegen, zum Beispiel der Nutzung von Kohlendioxid aus der Luft und Wasserstoff durch Elektrolyse aus Sonnenenergie.

Noch günstiger fällt die wirtschaftliche, energetische und ökologische Bilanz aus, wenn zusätzlich Kohlendioxid für eine stoffliche Nutzung gewonnen werden kann. In diesem Vorhaben wurden verfahrenstechnische Prozesse untersucht, die dies ermöglichen. Dabei wurde der Fokus auf den in Deutschland am häufigsten zur Biomethanerzeugung eingesetzten Prozess gelegt, die Druckwasserwäsche.

In enger Zusammenarbeit mit Betreibern von Biomethananlagen sowie Forschenden aus Katar und England wurden vielversprechende Prozessvarianten identifiziert, deren detaillierte Analyse in weiterführenden Projekten erfolgen sollte.

Projektinfos

Projektlaufzeit

01.04.2025 bis 30.09.2025

Förderlinie

Kompetenz­zentren