SharkNet - Mobiles dezentrales Social Network für Schüler

Projektlaufzeit: 01.07.2015 bis 30.06.2017
Projektleitung:
Projektpartner:Öffnet externen Link in neuem FensterCleopa GmbH, Öffnet externen Link in neuem FensterImmobilien Scout GmbH, Öffnet externen Link in neuem FensterKatholische Theresienschule Berlin
Projektwebsite:www.sharksystem.net/apps.html
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Kurzbeschreibung:

Der NSA-Skandal 2013 offenbarte enorme Sicherheitsmängel insbesondere bei Social Networks. Offenbar wurden in großen Umfang Daten auf den Servern abgefischt und analysiert. Datenschutzrechte wurde verletzt und Firmen sind wegen der Industriespionage alarmiert. Verschlüsselungssysteme wurden teilweise umgangen.

Im Projekt wird ein dezentrales Open Source Social Network (SharkNet) für Schulen gebaut. Es arbeitet gänzlich ohne Server, ist optimiert für die mobile Nutzung und setzt wenn möglich drahtlose Kurstreckenprotokolle ein. Das System basiert auf dem Open Source Entwickler-Framework Shark, das im Projekt zur Release-Reife entwickelt wird. SharkNet bietet die Funktionen von üblichen Social Networks, ist aber nicht Teil des WWW und in einigen Varianten nicht einmal Teil des Internet. Es verfügt über eine dezentrale PKI. Möglicher Datenmissbrauch wird radikal reduziert. SharkNet zeigt die Marktreife dezentraler mobiler Systeme.

Mit SharkNet entsteht ein Social Network, das speziell für mobile Geräte konzipiert wird. Es schöpft die Möglichkeiten lokaler mobiler Netze (Bluetooth, NFC und spontane W-LAN-Netze) aus und minimiert dadurch die Entstehung von Metadaten im Internet. SharkNet legt Wert auf eine intuitive Nutzung aktueller Verschlüsselungstechnologien.

Kommunikation ohne das Internet: SharkNet wird die Benutzung eines sozialen Netzwerks ohne das Internet ermöglichen. Durch Technologien wie ‘WIFI-direct‘ und Bluetooth können Nutzer auf diese Weise direkt mit anderen Nutzern kommunizieren, ohne dabei einen Server als Zwischeninstanz zu verwenden. In Fällen, in denen eine direkte Kommu- nikation nicht möglich ist, kann die Verteilung der Nachricht über andere Nutzer geschehen, wodurch diese dann zu der Zielperson getragen wird. Durch aktuelle Verschlüsselungstechnologien kann auch nur die Zielperson diese Nachricht entschlüsseln und lesen. Auf diese Weise wird ein gezieltes abfangen von Nachrichten auf einem globalen Niveau nahezu unmöglich bzw. wirklich extrem schwierig wie kostenaufwändig.

Bei der Entwicklung von SharkNet für Android-Geräte wird auf Shark-Framework zurückgegriffen. Die Applikation wird zur öffentlichen und freien Verwendung auf GitHub veröffentlicht: www.github.com/SharedKnowledge/SharkNet.

Außerdem hat der Nutzer die Möglichkeit Informationen über seine Person so detailliert wie möglich zu gestalten. Je detaillierter die Informationen, um so effizienter kann SharkNet interessante Orte oder Personen vorschlagen. Der Vorteil, den SharkNet gegenüber einem anderen Social Network bietet, ist die Diskretion. Die Informationen des Nutzers liegen nur auf dem Gerät des Nutzers vor. Es existiert kein Server, der die Informationen des Nutzers speichern und auswerten kann.

Einsatzbereiche: Ziel des Projektes ist es, eine Soziales Netzwerk für Schüler und Schülerinnen zu erstellen, allerdings wird es noch weitere Einsatzbereiche geben: Katastrophenschutz und alltäglicher Gebrauch in Städten für sicherheitsbewusste Nutzer.

Veranstaltungen und Präsentationen:

24. Juni 2017, Infostand und Vortrag (Prof. Schwotzer)
Lange Nacht der Wissenschaften 2017
HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof
Opens external link in new windowhttp://langenacht.htw-berlin.de/

11. Juni 2016, Infostand
Lange Nacht der Wissenschaften 2016
HTW Berlin, Campus Wilhelminenhof

Publikationen:

Sahlmann, Kristina; Schwotzer, Thomas; Schnor, Bettina: The Ad hoc Semantic Internet Protocol (ASIP) for Constrained Devices. In: Proceedings of the 15. GI/ITG KuVS Fachgespräch Sensornetze, S. 49-51, Augsburg, 2016, ISSN 2510-0572

Schwotzer, Thomas: Mobile semantische P2P Anwendungen bauen. In: Ege, Börteçin; Humm, Bernhard; Reibold, Anatol, Corporate Semantic Web, S. 1-10, Springer Vieweg, München, 2015, ISBN 978-3-642-54885-7

Kontakt:

Prof. Dr. Thomas Schwotzer, E-Mail sendenThomas.Schwotzer(at)HTW-Berlin.de
Prof. Pamela Schaudin, E-Mail sendenschaudin(at)beuth-hochschule.de

 

 

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